Dienstag, 20. August 2013
Ist schon spät. Heute ist so ein schöner Abend, ich kann nicht schlafen.
Ich habe mal so rumgeschaut, was andere über ältere Frauen bzw. über Älterwerden so bloggen. Vielleicht habe ich die falschen Seiten erwischt, aber das ist alles nicht das, was ich meine. Natürlich wünschen wir uns alle fit, gesund und aktiv zu sein im Alter. Doch ganz so wird der Alltag für uns alle nicht sein, oder? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass dieses neue Lebensgefühl der Alten ziemlich an der Wirklichkeit vorbeigeht. Es geht doch gar nicht darum, daß wir über 50jährigen alle top gestylt aussehen, unsere Hobbies pflegen, Geld für Nahrungszusätze ausgeben und Bildungsreisen unternehmen. Das ist doch nicht die Realität.
Was ich meine, ist das Leben. Das Leben hat uns alle mit spätestens 50 geprägt. Wir haben Höhen und Tiefen durchlebt und das hat seine Spuren hinterlassen. Das heißt, wir sehen längst nicht mehr so top aus, unsere Gesundheit hat gelitten, wir haben so manches Zipperlein und wir haben alle ganz unterschiedliche Interessen. Es geht doch lediglich darum, dass wir das Leben noch lieben, daß wir gerne leben und daß wir uns Perspektiven schaffen. Natürlich lassen wir uns nicht gehen, pflegen uns und achten auf unsere Gesundheit. Wir brauchen aber nicht all die Cremes und Pharmamittelchen und die Trendbeschäftigungen, die man uns unbedingt aufoktroieren will. Wir Steh-Auf-Ännchen sind autark und wissen selber, was wir wollen und was gut für uns ist.

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Natur wird immer mehr verdrängt
Ich bin ein bekennender Naturfreak. Ich liebe Natur über alles. Ok, ich mag auch Städte wie Frankfurt oder New York. Damit habe ich überhaupt keine Probleme. Aber ich freue mich einfach, dass ich auf dem Land lebe. Wir haben hier, in einem recht kleinen Ort, einen schönen Weiher. Gehabt! muss man wohl sagen. Was in diesem Jahr an Schindluder dort betrieben wurde, kann ich gar nicht alles aufschreiben. Heute morgen bin ich wieder um den Weiher gelaufen und habe mit Entsetzen festgestellt, dass noch mehr Bäume gefällt wurden. Diesmal am Bacheinlauf. Dort sah es so schön verwildert und mystisch aus. Nun ist alles kahl.

Was mich daran so aufregt ist die Tatsache, dass es anscheinend ein neuer Trend ist. Ich beobachte überall, dass Natur auf dem Land immer mehr verdrängt wird. Die Vorgärten sind mehr und mehr mit Kiesel und Stein gestaltet, statt mit Pflanzen und Rasen. Natürlich, das macht weniger Arbeit, aber schön sieht es nicht aus. Vor allem nimmt man den Kleinlebewesen immer mehr Lebensraum damit. Kapiert das denn keiner?

Auch andere Seen hier in der Gegend werden immer mehr aufgemotzt, zum Opfer der Natur, damit sie für Spaziergänger interessanter werden und man mit den Ausflüglern mehr Geld verdienen kann.

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