Freitag, 23. August 2013
Verfolge deinen eigenen Weg
Ich wohne in einer Kleinstadt unterhalb des Hunsrück. Wirtschaftlich geht es hier immer weiter zurück. Alteingessene Geschäfte schließen, Hotels und Kneipen. Man hat wirklich das Gefühl, dass die Stadt allmählich stirbt. Sicher hat das viel mit der wirtschaftlichen Situation zu tun. Aber ich finde, dass es auch viel mit den Menschen zu tun hat, die hier leben. Also denen, die hier was zu sagen haben. Hier wird all das nachgemacht, was sich woanders als erfolgreich erwiesen hat. Nur, woanders hat es auch in eine Sackgasse geführt. Diese Städte haben genauso zu kämpfen wie die meine hier.

Ich bin der Meinung, man hätte von Anfang an ein eigenes Konzept erstellen müssen. Diese Stadt hat sehr viele Besonderheiten. Die hätte man rausarbeiten müssen und sich damit darstellen sollen. Dann hätten wir heute auch was zum Vorzeigen und könnten uns von den umliegenden Orten abheben.

Das gilt für eine Stadt genauso wie für jeden Menschen. Neigen wir nicht alle dazu, irgendwelche anderen zu imitieren. Unterm Strich macht uns das zu Null-Acht-Fuffzehn-Menschen. Wir verlieren unsere Eigenheit und gehen in der Masse unter.

Lasst euch nicht verheizen und passt auf, wo ihr euch selber verratet.

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Donnerstag, 22. August 2013
Spätsommer genießen
Ist der Spätsommer nicht einfach eine herrliche Zeit? Ich empfinde ihn in jedem Jahr gleich. Die Hitze des Sommers, die mich lähmt, ist nun angenehm mild. Ich genieße diese Temperaturen sehr. Ich kann draußen sitzen, aber ich kann mich auch bewegen, ohne gleich in Schweiß auszubrechen. Noch blühen alle Pflanzen. Alles ist noch irgendwie Sommer, läßt aber den herannahenden Herbst bereits erahnen. Herbst ist ja auch eine wunderschöne Jahreszeit.

Nun könnte man ins Philosophieren kommen und den Spätsommer analog zu unserem Lebensalter setzen. Aber so tief will ich gar nicht in das Thema einsteigen.

Ich will euch nur mitteilen, wie angenehm ich diese Tage empfinde. Ich stehe sehr früh auf, bin bekennende Frühaufsteherin, außer im Winter, da fällt es mir schwer. Ich liebe es, wenn es draußen langsam hell wird, die Temperatur noch etwas fröstelnd ist, und ich draußen umherstöckele. Nordic Walking: darüber habe ich mich vor zwei Jahren noch amüsiert. Ich fand Leute, die mit diesen Stöcken durch die Gegend laufen, einfach nur albern. Seitdem ich es selber mache, bin ich geradezu süchtig danach. Ja, wirklich, probiert es mal aus. Es macht tatsächlich richtig Spaß.

Ich bin wohl irgendwie ein Morgenmensch. Morgens lebe ich auf. Dinge, die wichtig sind, erledige ich auch alle am Morgen, später fehlt mir die Energie und die Lust dazu. Ich komme auch immer mehr zu der Überzeugung, dass man nach seinem Biorhythmus leben sollte. Es macht das Leben einfach leichter. Und es ist gar nicht so schwer, sich danach zu richten. Es bedarf nur etwas Übung und Aufmerksamkeit. Leider gehen solche Empfindungen im Alltag schnell unter, aber man kann dagegen steuern.

Genießt alle den Spätsommer und macht soviel wie möglich daraus. Das heißt, viel draußen sein. Jetzt gibt es auch viele Feste und Veranstaltungen. Habt Spaß, die Tage gehen so schnell vorbei. Herbst ist, wie gesagt, auch sehr schön, aber eben kalt.

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Dienstag, 20. August 2013
Ich lasse mich nicht von äußeren Umständen lenken
Kennt ihr das auch? Ich warte seit Wochen auf einen Bescheid. Jeden Tag renne ich x-mal zum Briefkasten, schaue meine emails dauernd durch, checke mein Handy. Nicht, keine Nachricht. Das geht schon über einen Monat so.

Ich weiß, daß es völlig falsch ist, mich so darauf zu versteifen. Eines der Lebensgesetze lautet: LOSLASSEN.
Ich weiß sogar, daß das funktioniert. Und trotzdem komme ich nicht davon los, nicht loszulassen. Ganz sicher geht es vielen von euch genauso. Theoretisch erscheinen die Dinge immer so einfach.

Was nun aber auch passiert ist, dadurch daß ich mich so sehr verkrampfe und mich voll auf diesen, für mich so wichtigen, Bescheid konzentriere, werden unnötige Dinge in meiner Umgebung wichtig. Ich ziehe verkrampfte Situationen geradezu an. Läppische Unstimmigkeiten mit Nachbarn wachsen zu einem größeren Konflikt. Ich fühle mich schnell von irgendwas genervt, ich kann mich schlecht konzentrieren und ich muß mich beherrschen, daß ich meine Laune nicht an anderen auslasse.

Ich kann jetzt so weitermachen, bis der erlösende Bescheid endlich da ist. Ich kann aber mein Leben auch endlich wieder selbst in die Hand nehmen. Nicht Opfer - sondern Täter sein! Diesen Bescheid kann ich nicht beeinflussen, aber ich kann beeinflussen, wie die nächsten Tage verlaufen. Mein Leben ist auch ohne Bescheid wichtig und so konzentriere ich mich nun auf die Dinge, die mich weiterbringen, die mir den Alltag verschönen und die mich Schritt für Schritt erfolgreich machen.

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